Stellantis’ 26-Milliarden-Dollar-Neustart im Bereich Elektrofahrzeuge – ein potenzieller Netto-Vorteil für die Nachfrage nach NdFeB-Magneten durch die Umstellung auf EREV
Neuausrichtung auf ein diversifiziertes Energieportfolio
Anfang Februar gab Stellantis im Rahmen einer umfassenden strategischen Neuausrichtung Aufwendungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro (~26 Milliarden US-Dollar) bekannt, die darauf zurückzuführen sind, dass das Tempo der Umstellung auf Elektrofahrzeuge angesichts der schwächeren Verbrauchernachfrage überschätzt worden war.
Die Wertberichtigung betrifft eingestellte oder zurückgefahrene Elektrofahrzeugprogramme, Lieferantenverträge und damit verbundene Vermögenswerte, was das Unternehmen zu einem erheblichen Nettoverlust im Jahr 2025, zur Aussetzung der Dividendenzahlung und zu Bilanzanpassungen zwingt.
Dies folgt einem allgemeinen Branchentrend hin zu einer Zurückhaltung bei Elektrofahrzeugen (z. B. ähnliche Maßnahmen bei Ford und anderen Herstellern), wobei sich Stellantis wieder auf ein „Multi-Energie“-Portfolio konzentriert: Verbrennungsmotoren, konventionelle Hybridfahrzeuge und Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (EREVs), um den Kundenwünschen hinsichtlich Reichweite, Komfort und geringeren Anschaffungskosten besser gerecht zu werden.
Insbesondere hat Stellantis traditionelle Plug-in-Hybride (PHEVs) wie den Jeep Wrangler/Grand Cherokee 4xe und den Chrysler Pacifica Hybrid in Nordamerika ab dem Modelljahr 2026 aus dem Programm genommen und konzentriert sich nun auf Nicht-Plug-in-Hybride und EREVs (z. B. den kommenden Ram 1500 REV sowie die REEV-Varianten des Jeep Grand Wagoneer).
Es wird erwartet, dass Stellantis, ebenso wie andere westliche Automobilhersteller (z. B. Ford und GM, die ähnliche Umstellungen prüfen), verstärkt auf EREVs setzen wird. Diese Fahrzeuge verfügen häufig über leistungsstarke Permanentmagnet-Synchronmotoren (PMSMs) für den Antrieb und effiziente Generatoren, wobei sie in hohem Maße auf hochleistungsfähige NdFeB-Magnete angewiesen sind – in der Regel mehr pro Fahrzeug als bei einem durchschnittlichen BEV, da sowohl ein Motor als auch ein Generator zum Einsatz kommen.
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Adamas' Meinung:
Letztendlich könnte sich, wie wir in den letzten 24 Monaten bereits mehrfach angemerkt haben, die Umstellung auf PHEVs und insbesondere auf EREVs als insgesamt positiv für die Nachfrage nach NdFeB-Magneten in den USA, Europa und anderen Regionen erweisen – genau wie es 2023/24 in China der Fall war, als die Beliebtheit von EREVs (z. B. Li Auto, Modelle mit erweiterter Reichweite) trotz einer langsameren Verbreitung reiner BEVs zu einem robusten Wachstum des Verbrauchs an Seltenerdmagneten führte.
Zwar könnten Rückgänge bei reinen BEVs die kurzfristige Nachfrage nach Magneten im Westen dämpfen, doch könnte die Fokussierung auf EREVs dies bald ausgleichen, indem magnetintensive Konstruktionen in stark nachgefragten Segmenten wie Lkw und SUVs Vorrang erhalten.
Dies unterstreicht die anhaltende Bedeutung von NdFeB-Magneten für effiziente elektrifizierte Antriebsstränge, auch wenn die Branche derzeit ihre Strategie weg von aggressiven, ausschließlich auf BEVs ausgerichteten Ansätzen neu ausrichtet. Die Beobachtung der bevorstehenden Produkteinführungen von Stellantis und der regionalen Akzeptanz wird Aufschluss über das Ausmaß dieses Aufschwungs bei der Magnetnachfrage geben.
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