Durchführbarkeit des EU-Gesetzes über kritische Rohstoffe
Ein wegweisendes Urteil, das die Lieferketten der Union für die kommenden Jahrzehnte stärken wird
Veröffentlicht: April 2024
Im April 2024 verabschiedete die EU das Gesetz über kritische Rohstoffe („CRMA“) – ein Meilenstein, der die Lieferketten der Union für kritische Rohstoffe auf lange Sicht stärken wird, wenn auch nicht ohne einige absehbare Herausforderungen.
Für strategische Rohstoffe – eine Untergruppe der kritischen Rohstoffe, die als „entscheidend“ für strategische Technologien gelten – schreibt die CRMA vor, dass bis 2030 10 % des jährlichen Verbrauchs der EU im EU-Binnengebiet abgebaut, 40 % im EU-Binnengebiet verarbeitet und 25 % aller Verarbeitungsabfälle und Altgeräte im EU-Binnengebiet recycelt werden müssen. Darüber hinaus darf die EU nicht mehr als 65 % eines strategischen Rohstoffs aus einem einzigen Land beziehen.
Obwohl das CRMA grundsätzlich für strategische Rohstoffe gilt, zeigt eine eingehende Prüfung des Gesetzes, dass der Schwerpunkt unverhältnismäßig stark auf Rohstoffen liegt, die zur Herstellung von Permanentmagneten aus Seltenen Erden wie Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium verwendet werden, sowie auf Lithium in Batteriequalität, das zur Herstellung von Batterien dient.
Branchenexperten von Adamas Intelligence, Tradium und Rawmaterials.net haben eine eingehende Analyse des CRMA durchgeführt und gemeinsam einen Bericht verfasst, in dem die Auswirkungen und die Realisierbarkeit verbindlicher Zielvorgaben für Lithium und Seltenerdelemente untersucht werden. Dabei werden potenzielle Herausforderungen, Chancen und Empfehlungen aufgezeigt, die politische Entscheidungsträger und Akteure der Branche beachten sollten.
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„Die Aussichten für Seltene Erden im Rahmen des CRMA sind besorgniserregender, da die Region die Ziele für die Gewinnung und Verarbeitung bis 2030 entlang der gesamten Wertschöpfungskette ohne entschlossene und konzertierte Anstrengungen von Regierung und Industrie wahrscheinlich nicht erreichen wird.“
„Darüber hinaus könnte die EU ohne ausreichende durchgängige Verarbeitungskapazitäten in der Region in ihrer Fähigkeit eingeschränkt sein, Seltene Erden aus Magnetproduktionsabfällen und Altgeräten zurückzugewinnen – sofern sie überhaupt zunächst die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Beschaffung und Zentralisierung von Rohstoffen bewältigen kann“