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Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts beflügelt die Suche nach Elektrofahrzeugen, doch die Auswirkungen auf die Nachfrage dürften kurzfristig eher gering ausfallen

Benutzeroberfläche der App für eine Online-Auktionsplattform für Autos

Sobald der Benzinpreis bei etwa 4 Dollar pro Gallone liegt, entscheiden sich die Käufer zunehmend für Elektrofahrzeuge

Der Anstieg der Rohölpreise um 50 % auf über 120 Dollar pro Barrel seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat eine neue Welle des Verbraucherinteresses an Elektrofahrzeugen ausgelöst. Die Online-Autokaufplattform Edmunds vermeldete einen Anstieg der Suchanfragen zu Elektrofahrzeugen, während sich laut Bloomberg bei CarEdge, einem KI-gestützten Dienst, der Käufer bei Verhandlungen mit Autohändlern unterstützt, die Zugriffe auf beliebte Modelle wie das Tesla Model Y und den Chevrolet Equinox verdoppelten.

US-Autohändler nutzen seit langem einen groben Richtwert: Sobald der Preis für Normalbenzin etwa 4 Dollar pro Gallone erreicht, wechseln die Käufer zunehmend zu Elektrofahrzeugen. Bis zum 1. April war der landesweite Durchschnittspreis auf 4,06 Dollar gestiegen, wobei die Preise in Kalifornien fast 6 Dollar erreichten und in Texas bei 3,77 Dollar lagen.

Die russische Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 führte zu einem noch stärkeren Anstieg, wodurch die Durchschnittspreise auf über 5 Dollar pro Gallone kletterten; die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen stiegen in den folgenden Jahren deutlich an, bevor sie nach dem Auslaufen der staatlichen Subventionen Ende September 2025 wieder stark zurückgingen. Einige Bundesstaaten, darunter Kalifornien und New York, bauen ihre eigenen Förderprogramme weiter aus.

Monatsbericht zum Markt für Seltene Erden

Preisbewertungen, Marktanalysen und Daten zu Oxiden, Metallen und NdFeB

 

Adamas-Preisbewertungen

Adamas meint:

Der Kauf eines Fahrzeugs gehört nach wie vor zu den größten Ausgabenposten der privaten Haushalte und wird selten von kurzfristigen Preisschwankungen beeinflusst. Dennoch zeigen zahlreiche Studien, darunter auch Arbeiten des US-amerikanischen National Bureau of Economic Research, immer wieder, dass die Benzinpreise der mit Abstand stärkste Faktor sind, der die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug beeinflusst.

Präsident Trumps erklärter Wunsch, den Konflikt rasch zu beenden, könnte die Ölpreiserholung kurzfristig umkehren, und die USA sind im Vergleich zu vielen asiatischen und europäischen Märkten relativ abgeschirmt. Dennoch weisen Elektrofahrzeuge in Nordamerika trotz günstiger Gesamtbetriebskosten nach wie vor einen erheblichen Anschaffungsaufschlag gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf. Ein anhaltender Ölpreis von über 150 US-Dollar pro Barrel wäre erforderlich, um das Kaufverhalten strukturell zu verändern, wobei die Auswirkungen in Ländern, die mit höheren Kraftstoffkosten konfrontiert sind und einfachen Zugang zu preisgünstigen chinesischen Elektrofahrzeugen haben, wahrscheinlich größer wären.

Laut Daten von Adamas machen Elektro-Pkw und E-Mobilitätsanwendungen bereits fast 30 % der weltweiten Nachfrage nach NdFeB-Magneten aus und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter wachsen, unabhängig von der Entwicklung der Ölpreise; selbst eine moderate Beschleunigung der Elektrifizierung hätte daher enorme Auswirkungen auf die Märkte für Seltenerdmagnete.

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