Exportbeschränkungen: China rüstet sich mit Seltenerdmetallen
China hat heute die Einführung von Exportkontrollen für eine Reihe von Seltenerdmetallen angekündigt, darunter sogenannte mittlere und schwere Seltenerdmetalle sowie Hochleistungs-Dauermagnete (z. B. NdFeB), die Dysprosium und/oder Terbium enthalten.
Die Ankündigung zielt zwar allgemein auf den globalen Exportmarkt ab, ist jedoch eine Reaktion auf die umfassenden Zölle der USA, die für die meisten Waren aus China eine Abgabe von 54 % vorsehen.
Wie bei Gallium, Germanium und Antimon stellen die neuen Vorschriften kein generelles weltweites Exportverbot dar, sondern signalisieren, dass Peking bereit ist, in bestimmten Regionen, Branchen oder gegenüber bestimmten Herstellern restriktive Maßnahmen zu ergreifen.
Dieser Schritt folgt auf den Vorschlag neuer Vorschriften, den China im Februar vorgelegt hat, um seinen Einfluss auf die weltweite Seltenerdindustrie zu verstärken.
Sollten die USA ihre Zölle gegenüber China zurücknehmen, sehen wir zwar Spielraum für eine Aufhebung dieser Beschränkungen, doch wird es bereits zu irreversiblen Schäden gekommen sein.
Wie schon in früheren Fällen wird Pekings jüngster Versuch, Seltene Erden als Druckmittel einzusetzen, langfristige Auswirkungen auf die Nachfrageseite haben und die laufenden Bemühungen um den Aufbau alternativer Lieferketten – von der Mine bis zum Magneten – außerhalb Chinas beflügeln.
Wie wir gegenüber Reuters erklärt haben: Kurzfristig halten die Importeure den Atem an und warten ab, ob sie davon betroffen sein werden. Die Kanonen sind geladen, aber bislang weiß niemand, wohin sie gerichtet sind oder wie groß Chinas (Kanonen-)Kugeln sind.

Treffen Sie sich mit alternativen Lieferanten
Treffen Sie sich im September 2025 in Toronto mit Vertretern alternativer Seltenerdminenbetreiber und Magnetherstellern auf der „Rare Earth Mines, Magnets & Motors 2025“, wo wir dieses Thema gemeinsam mit führenden Marktteilnehmern und Branchenexperten vertiefen werden.
Die zweitägige Veranstaltung bringt Führungskräfte aus Wirtschaft und Technik aus der gesamten globalen Lieferkette vom Bergbau bis zum OEM zusammen, um in einem 5-Sterne-Hotel hochkarätige Diskussionen zu führen und Kontakte zu knüpfen.
Zu den Schwerpunktthemen der diesjährigen Konferenz zählen Robotik, Automatisierung, fortschrittliche Luftmobilität sowie die sich entwickelnde Lieferkette „vom Bergwerk zum Magneten“, die sich im vorgelagerten Bereich zusammenfügt.
Besonderer Gast: Steve Wozniak, Mitbegründer von Apple
Weitere Informationen: www.adamasevent.com
