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Die Versorgungsengpässe bei Seltenen Erden aus Myanmar könnten noch Monate andauern

Frühere Störungen in Myanmar haben bereits zu Preisanstiegen geführt. So führte beispielsweise im September 2023 eine vorübergehende Aussetzung des Bergbaubetriebs im Bundesstaat Kachin aufgrund von Inspektionen dazu, dass die chinesischen Preise für Seltene Erden ein 20-Monats-Hoch erreichten.

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Exporte nach China stark rückläufig

Wie Adamas Ende Oktober berichtete, hat die Kachin Independence Army (KIA) die Kontrolle über wichtige Abbaugebiete für Seltene Erden im myanmarischen Bundesstaat Kachin übernommen, insbesondere rund um die Städte Pang War (auch bekannt als Pangwa) und Chipwi.

Die KIA eroberte am 18. Oktober 2024 Pang War, das größte Zentrum für den Abbau seltener Erden in Myanmar, und schloss einen Monat später, am 20. November 2024, die Übernahme der Sonderregion 1 in Kachin ab, einschließlich Kan Pike Tee.

Infolgedessen wurden die meisten Abbauaktivitäten im Bereich der Seltenen Erden im Bundesstaat Kachin seit Ende 2024 eingestellt, wodurch die Exporte von Konzentraten aus Myanmar nach China drastisch zurückgegangen sind.

China schließt die Grenze und unterbricht die Lieferungen von Strom, Kraftstoff und Chemikalien

Nach der Machtübernahme durch die KIA verhängte China ein Handelsembargo gegen Myanmar, schloss sechs Grenzübergänge und stellte die Lieferungen von Strom, Treibstoff, Chemikalien und anderen für den Bergbau unverzichtbaren Gütern ein. Dieses Embargo war eine Reaktion auf die Machtübernahme durch die KIA und sollte die Rebellengruppen zu Friedensgesprächen zwingen.

Als Reaktion darauf sperrte die KIA die von ihr kontrollierte Grenze und stoppte damit den grenzüberschreitenden Transport von Rohstoffen für den Abbau seltener Erden sowie den Export dieser Mineralien zurück nach China. Diese Maßnahme verhinderte effektiv, dass Lastwagen mit seltenen Erden nach China einfuhren, insbesondere am Grenzübergang Pang War.

Der Bergbau ist „fast vollständig zum Erliegen gekommen“

Laut Frontier Myanmar ist der Bergbau in den letzten Monaten aufgrund des Wechsels der territorialen Kontrolle und der darauf folgenden chinesischen Grenzschließungen „fast vollständig zum Erliegen gekommen“.

Die KIA hat erklärt, dass sie sich auf die Verwaltung der eingenommenen Städte konzentriere und derzeit keine Pläne für den Abbau von Seltenen Erden oder andere wirtschaftliche Aktivitäten habe, was auf eine Unterbrechung der Bergbauaktivitäten unter ihrer Kontrolle hindeutet.

Vor der Stilllegung hatte der rasante Ausbau des unregulierten Abbaus von Seltenen Erden im Bundesstaat Kachin, insbesondere in Gebieten wie Chipwi und Pang War, erhebliche Umweltschäden (z. B. Entwaldung, Wasserverschmutzung, Erdrutsche) sowie gesundheitliche Probleme für die lokale Bevölkerung verursacht.

Die Übernahme der Kontrolle durch die KIA und die anschließende Einstellung des Betriebs könnten möglicherweise eine Neubewertung dieser Praktiken ermöglichen, obwohl unseres Wissens nach noch keine konkreten Pläne für Umweltvorschriften oder die Wiederaufnahme des Bergbaus vorgelegt wurden.

Die unmittelbare Zukunft des Abbaus von Seltenen Erden im Bundesstaat Kachin bleibt ungewiss. Die langfristige Strategie der KIA hinsichtlich der Bewirtschaftung dieser lukrativen Minen ist unklar; manche vermuten, dass die Organisation möglicherweise schnelle Einnahmen aus diesen Vermögenswerten anstrebt, um ihre Operationen zu finanzieren.

Zum heutigen Zeitpunkt ist es sehr wahrscheinlich, dass der Abbau von Seltenen Erden im Bundesstaat Kachin aufgrund der anhaltenden Grenzschließungen, der Kontrolle durch die KIA und des Fehlens konkreter Pläne zur Wiederaufnahme des Abbaus weiterhin weitgehend ausgesetzt oder eingeschränkt bleibt. Die Situation könnte bis zum Ende des ersten Quartals in dieser Warteschleife verharren, bis (und falls) neue Vereinbarungen mit China getroffen werden oder bis (und falls) die Junta die Kontrolle über die Minen und Grenzen zurückerobert.

Eine anhaltende Produktionsunterbrechung könnte die Preise für schwere Seltene Erden stützen

Da Myanmar jährlich für mehr als 50 % der weltweiten Fördermenge an schweren Seltenen Erden verantwortlich ist (die vollständig in China verarbeitet wird), würde eine länger andauernde Stilllegung Chinas Versorgung mit schweren Seltenen Erden erheblich beeinträchtigen und damit einen Preisanstieg begünstigen.

Frühere Störungen in Myanmar haben bereits zu Preisanstiegen geführt. So führte beispielsweise im September 2023 eine vorübergehende Aussetzung des Bergbaubetriebs im Bundesstaat Kachin aufgrund von Inspektionen dazu, dass die chinesischen Preise für Seltene Erden ein 20-Monats-Hoch erreichten.

Ebenso haben die Machtübernahme durch die KIA im Oktober 2024 und die darauf folgenden Grenzschließungen bereits zu einem Preisanstieg geführt, wobei die Preise für Dysprosium und Terbiumoxid Ende 2024 gestiegen sind. Eine anhaltende Stilllegung würde diesen Trend noch verstärken und die Preise aufgrund der anhaltenden Verknappung des Angebots wahrscheinlich noch weiter in die Höhe treiben.

China könnte darauf reagieren, indem es die heimische Produktion steigert oder mehr aus alternativen Quellen wie Laos importiert, doch diese Maßnahmen würden kurzfristig nicht ausreichen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage könnte China sich auch dazu entschließen, Exporte zu beschränken, was sich auf globale Industriezweige auswirken würde, die auf Seltene Erden angewiesen sind, und gleichzeitig den Aufwärtsdruck auf die Inlandspreise aufrechterhalten würde.

Insgesamt würde eine länger andauernde Produktionsunterbrechung wahrscheinlich zu höheren und möglicherweise schwankungsanfälligeren Preisen für Seltene Erden in China sowie kurzfristig zu einer Neuausrichtung der Marktdynamik führen.

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